Fugenlose Beschichtung im Kuhstall

Über das Projekt
Säureschutz und mechanische Schwerlast
Bei diesem Bauvorhaben für einen neuen Kuhstall standen zwei Faktoren im Fokus: die biologische Sicherheit der Tiere und die Langlebigkeit des Bodens. Ein rauer oder rissiger Betonboden lässt sich kaum vollständig desinfizieren. Futterreste setzen sich in den Poren fest, gären und bilden gefährliche Keime, die die Gesundheit der Milchkühe direkt gefährden können.
Zudem wirken bei der täglichen Vorlage des Futters enorme Scherkräfte auf den Boden ein, wenn schwere Mischwagen und Fütterungsroboter die Fläche befahren. Eine einfache Bodenfarbe würde diesen Belastungen nicht standhalten und innerhalb kürzester Zeit großflächig abplatzen. Gefordert war ein extrem widerstandsfähiges, flüssigkeitsdichtes und mechanisch hoch belastbares Beschichtungssystem.
Maßgeschneiderter Bodenschutz im Agrarbereich
Der Einbau der Epoxidharzbeschichtung im Neubau des Kuhstalls folgte einem präzise durchdachten Ablauf, um spätere Schwachstellen im Keim zu ersticken.
Das Problem: Mikrorisse im Beton und mechanische Angriffsflächen
Selbst bei einem neuen Betonboden entstehen beim unweigerlichen Schwinden des Materials feine Haarrisse. Diese mikroskopischen Öffnungen sind die ersten Eintrittspforten für aggressive Säuren. Zudem bilden die äußeren Ränder einer Beschichtung bei Überfahrten mit schweren Maschinen die klassischen Schwachstellen für Abplatzungen.
Die Lösung: Versiegelung, fugenlose Beschichtung und Randverankerung
Das Bodenschutz-Konzept wurde exakt auf die landwirtschaftliche Nutzung abgestimmt:
- Rissbehandlung: Vor den eigentlichen Beschichtungsarbeiten wurden alle vorhandenen Risse im Beton fachgerecht kraftschlüssig versiegelt und egalisiert.
- Spezielle Randverankerung: Um ein Abplatzen der Ränder durch schwere Fütterungsmaschinen zuverlässig zu verhindern, wurden spezielle Einfassungen in den Beton geschnitten. In diesen tiefen Verankerungsnuten wurde die Beschichtung stabil eingearbeitet.
- Fugenlose Applikation: Das hochresistente Epoxidharz wurde fugenlos aufgetragen. Es bildet eine glasglatte, aber dennoch trittsichere Oberfläche.
- Säureschutz: Das ausgehärtete Harz ist absolut resistent gegen die im Futter enthaltenen Säuren und verhindert ein Zersetzen des darunter liegenden Betons.
Die Projektdauer
Die Vorbereitung des Untergrunds sowie das schichtweise Auftragen und Aushärten des Epoxidharzes dauerten etwa fünf Werktage.
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